




| 2010 William Shakespeare - Was ihr wollt |
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Felix Rieckmann William Shakespeare
Was wissen wir mit Sicherheit über ihn?Shakespeare lebte in einer Zeit religiöser und politischer Umwälzungen. So hatte vor seiner Geburt innerhalb von zwölf Jahren allein drei Mal die Staatsreligion gewechselt, vom Katholizismus zum Protestantismus unter Heinrich VIII, zurück zum Katholizismus unter Mary I, ("Bloody Mary") und wieder zum Protestantismus unter Elizabeth I, die 1558 den Thron bestieg. William Shakespeare wurde laut Kirchenregister am 26. April 1564 in Stratford-on-Avon getauft. Er war das einzige Kind seiner Eltern, das die Kindheit überlebte. Seine Mutter entstammte einem sehr alten, aber unbedeutenden Adelsgeschlecht, sein Vater war ein angesehener Landwirt, Händler und zeitweise Bürgermeister von Stratford. Dies lässt den Schluss zu, dass William die Schule seines Heimatorts besuchen konnte, die einen sehr guten Ruf hatte. Der Unterricht begann um 6.00 Uhr mit dem Frühstück und endete um 17.30 Uhr und das an sechs Tagen pro Woche. Einen Schwerpunkt bildete Latein, doch auch Theater war ein reguläres Unterrichtsfach. Mit 18 Jahren, also 1582, heiratete Shakespeare die acht Jahre ältere und bereits schwangere Anne Hathaway - ein Albtraum und gesellschaftliches Fiasko für seine Eltern. Fünf Monate später, am 26. Mai 1583 war die Taufe seiner Tochter Susanna, am 2. Februar 1585 die der Zwillinge Hamnet und Judith. Außerdem hatte Shakespeare einen Sohn, der jedoch mit elf Jahren verstarb. Der Taufe der Zwillinge folgte zunächst eine Phase, die von den Biographen als die verlorenen Jahre bezeichnet wird, weil keine Nachweise über Shakespeares Wirken existieren. In diese Zeit fielen allerdings dramatische Ereignisse innerhalb der Familie. Bereits in den 70iger Jahren hatte William den wirtschaftlichen Ruin seines Vaters miterleben müssen. 1578 verlor dieser auch alle öffentlichen Ämter. Dubiose Geldgeschäfte; Mitmenschen in Stratford, die seinen Aufstieg in jungen Jahren mit Neid verfolgt hatten; aber vor allem das Festhalten der Familie am katholischen Glauben, auch noch unter der Herrschaft der protestantischen Königin Elizabeth I, dürften zum Ruin der Familie beigetragen haben. Immer wieder wurde sein Vater wegen Ordnungswidrigkeiten mit Geldstrafen belegt, zum letzten Mal 1592 wegen unregelmäßigen Kirchenbesuchs. Prägend für Shakespeare war aber auch, dass Edward Arden, das Oberhaupt der katholischen Familie seiner Mutter, wegen eines auch unter Folter nicht nachweisbaren Hochverrats von Königin Elizabeth I zum Tode verurteilt und unter bestialischen Umständen auf dem Metzgermarkt in London öffentlich hingerichtet wurde. 1592 erhalten wir wieder den ersten Hinweis auf William Shakespeare. Der Dramatiker Graham Green beklagte sich auf seinem Sterbebett über eine "Krähe, die sich mit unseren Federn schmückt" und bezog sich damit eindeutig auf Shakespeare, der es damit bereits geschafft haben musste, den Neid etablierter Autoren auf sich zu ziehen. Ab 1594 gehörte Shakespeare als Schauspieler einer Truppe an, die sich später mit königlicher Erlaubnis "King's Men" nennen durften. Diese spielten ab 1596 im eigenen Theater, dem Globe, an dem Shakespeare auch finanziell beteiligt war. Überhaupt erwies William Shakespeare sich immer mehr als erfolgreicher Geschäftsmann, weshalb ihm, wie bei wohlhabenden Bürgern üblich, 1596 ein Familienwappen bewilligt wurde. Damit begann auch der erneute Aufstieg des Vaters zu Wohlstand und gesellschaftlichem Ansehen. John Shakespeare verstarb 1601, die Mutter, Mary Shakespeare 1608. Um 1611 zog sich Shakespeare von der Bühne zurück und wohnte bis zu seinem Tod 1615 in Stratford, wo er in der Trinity Church beigesetzt wurde. Nach Michael Wood, In Search for Shakespeare, BBC Worldwide Ltd. 2003, MCPS, DVD Irmgard Pflüger Die Rollen und ihre SpielerDarsteller
MaskeMelissa Eberhard, Martina Gallenmüller, Raffaela Böhm Ton- und LichttechnikTobias Nieß, Maximilian Schmid, Uwe Silberhorn, Julius Wiedemann    MusikMarc Scheunert Leitung
Irmgard Pflüger
AufführungenFünf Aufführungen im Margarete-Steiff-Saal (05., 08., 09., 14. und 16. Juli, jeweils 20 Uhr) |

Der größte Dichter aller Zeiten und doch kann bis heute nicht definitiv geklärt werden, ob er die ihm zugeschriebenen Werke wirklich selbst geschrieben hat. 