




| 2006 Dario Fo - Ganz normaler Wahn-Sinn - Chaos³ |
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Elmar Wittmann Dario Fo
Aus der Würdigung Fos durch die Schwedische Akademie.
Aus Dario Fos Rede anlässlich der Preisverleihung in Stockholm BiographieDario Fo wird 1926 in San Giano am Lago Maggiore als Sohn eines Bahnhofsvorstehers geboren. Er, der in dem von FIAT teilregierten Land sowohl keinen Führerschein besitzt als auch Autos generell fürchtet, studiert zunächst Malerei und Architektur. Sein Debut als Schauspieler hat er 1952 in Mailand. Zusammen mit Kollegen spielt er in den kommenden Jahren politisch-satirische Revuen, bis sich die Gruppe nach einem Aufführungsverbot auflöst. Zusammen mit seiner Frau Franca Rame, mit der er seit 1954 verheiratet ist, beginnt er zunächst Stücke zu schreiben. Später gründet das Paar eine gemeinsame Theatergruppe. Den internationalen Durchbruch schafft er 1960 mit dem Stück "Erzengel flippern nicht". Fos Theater probagiert das "Theater der großen Provokation". Immer wieder wird er in Prozesse verwickelt, mehrmals sogar auf offener Bühne verhaftet. Mit seinem politischen und kulturellen Engagement lässt er keine Gelegenheit aus, sich mit dem Staat und seinen Institutionen und auch dem Vatikan anzulegen. Bereits 1976 wird Fo für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Im selben Jahr wird er in der BRD mit dem Stück "Bezahlt wird nicht" zum ersten Mal aufgeführt. In den folgenden Jahren unternimmt er zusammen mit Franca Rame zahlreiche Tourneen, unter anderem nach Deutschland, Dänemark, Schweden und England. Lediglich in die USA wird ihm noch mehrere Jahre die Einreise verweigert. Erst 1986 erhält er auf persönliche Intervention von Präsident R. Reagan eine sechswöchige Aufenthaltserlaubnis. Inzwischen wird Fo in über 50 Ländern gespielt. Als er 1997 tatsächlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird, gibt es begeisterte Zustimmung, aber auch heftige Kritik. Obwohl inzwischen gesundheitlich angeschlagen engagiert sich Fo bis heute gegen Machtmissbrauch und für die Rechte Benachteiligter. Als er 2004 in seinem neuesten Werk mit der Idee spielt, das halbe Gehirn Putins dem italienische Premier Berlusconi einzupflanzen, will dieser die Aufführung verbieten lassen. Ein Journalist stellt darauf die Frage: "Dario Fo gegen Silvio Berlusconi - der Kampf der Giganten?" Der Autor kontert mit der Antwort: Ich würde es nüchtern ausdrücken: "Wettstreit zweier Berufskomiker." Irmgard Pflüger Die Rollen und ihre SpielerDarsteller
MaskeJulia Albrecht, Nadja Baloscheskul, Kristina Dworsky, Ricarda Jacob, Jina Schnitzer, Alexandra Steimer, Helena Wakengut Ton- und LichttechnikMichael Gansmann, Jochen Mack, Jan Philipp Schmiga KostümeKristin Hildenbrand       Instrumentalisten
Leitung
Irmgard Pflüger
AufführungenZwei Aufführungen im kleinen Saal der Walter-Schmid-Halle (28. und 29. Juni, jeweils 20.00 Uhr) Aufführung im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Landesgartenschau in Heidenheim (03. Juli, 20 Uhr) Teilnahme an den Schultheatertagen des Theaters Ulm (07. Juli, 18 Uhr) |

1 Verhaftung, 47 Prozesse, dutzende Festnahmen; 47 Komödien, hunderte Artikel, 65 Lieder, 82 Regiearbeiten in Theater, Film und Fernsehen und schlussendlich 1997 der Nobelpreis. Das ist die Lebensbilanz des italienischen Schriftstellers und Regisseurs Dario Fo.