theater2011_08.jpg
Theater2010_04_neu.jpg
tgesch099.jpg
Kopie von babylon_1.jpg
wind4.jpg
2012 Arthur Miller - Hexenjagd

alt

In einem Amerika vor unserer Zeit, in dem die Religion die alles beherrschende Rolle spielt, tanzen ein paar junge Mädchen ausgelassen im Wald. Als zwei von ihnen am nächsten Tag krank danieder liegen, beschließt die Dorfgemeinschaft, der Ursache auf den Grund zu gehen. Bevor noch irgendjemand ernsthafte Ermittlungen anstellen kann, werden schwarze Magie und Hexenwerk hinter der unschuldigen Tat vermutet. Und ‚wer den Wind sät‘, wird alsbald in einem Sturm aus Zwietracht, gegenseitiger Beschuldigungen und Heuchelei untergehen...

Arthur Miller verstand sein Drama als beißende Kritik an der Jagd auf angebliche Kommunisten im Amerika der 50er Jahre. Das Werk verbreitete sich rasch und wird immer beliebter, denn sein großes Thema – die Furcht der Menschen vor dem Unbekannten, wie sie etwa in Amerika nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wieder um sich griff - scheint leider nicht aus der Mode zu kommen...

Felix Rieckmann

Arthur Miller

alt

"Ich wünsche mir die Möglichkeit, ein aggressives Stück zu schreiben. Es sollte aus dem Morast des Subjektivismus jenen einen, ganz bestimmten, schleichenden Prozess ans Licht bringen, durch den sich erweist, dass die Sünde des gesellschaftlichen Terrors darin besteht, den Menschen seines Gewissens zu berauben und damit seiner Persönlichkeit."

Arthur Miller

 

Biographie

Arthur Miller wurde am 17. Oktober 1915 als Sohn eines Textilfabrikanten in New York geboren. Er verbrachte seine Kindheit in Brooklyn und Harlem. Nachdem sein Vater in der Wirtschaftskrise verarmte, musste Arthur Miller für sein Studium der Publizistik, Literatur und der englischen Sprache an der University of Michigan unter anderem als Hafen-, Landarbeiter und in einer Autofabrik arbeiten. 1938 wurden seine ersten Dramen uraufgeführt. Während des zweitern Weltkrieges diente A. Miller in der US-Marine. 1945 ging er nach Hollywood, wo er ab 1947 seine ersten Bühnenerfolge feierte.
Verheiratet war Arthur Miller insgesamt dreimal. Seine zweite Frau, Marilyn Monroe, heiratete er 1956, aber schon nach fünf Jahren zerbrach diese Ehe. Ein Jahr später heiratete A. Miller erneut.
Weltruhm errang er 1949 mit der Verarbeitung seiner eigenen sozialen Erfahrungen in "Death of a Salesman", der Tragödie eines von falschen Werten seiner Gesellschaft Verführten. Mit "The Crucible", auf deutsch "Hexenjagd" (1953), einer Dramatisierung der Salemer Hexenprozesse von 1692, griff er indirekt den McCarthyismus und den modernen Massenwahn an. 1956 weigerte er sich vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe, seine Verbindungen und Sympathien für die Kommunistische Partei zuzugeben.
Im Ehedrama "After the Fall" rückt die Frage nach individueller Schuld in den Vordergrund. A. Miller erstrebte ein "soziales Drama", das die Gemeinschaft, die tragische Situation, aber auch den Sieg des Menschen darstellt.
Arthur Miller verstarb am 10. Februar 2005.