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1985 Ephraim Kishon - Der Betrüger

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Ein Minister aus Israel muss die notwendige Summe für ein Unterseeboot aufbringen, hat damit aber erhebliche Schwierigkeiten, denn er möchte seine Wähler nicht enttäuschen, indem er einfach die Steuern erhöht. Deshalb kommt der Minister auf die geniale Idee, das Atmen zu verbieten. Er setzt dazu alle ihm zur Verfügung stehenden Mechanismen in Bewegung, um seine Idee zu verwirklichen. Es wird bei Kishon aber nicht mit Kanonen geschossen und am Ende kommen alle Beteiligten ziemlich glimpflich davon.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1984 Bertolt Brecht - Mutter Courage und ihre Kinder

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Mutter Courage ist eine Chronik aus dem 30 jährigen Krieg, in der Anna Fierling, auch Mutter Courage genannt, mit ihren Kindern durch die Länder zieht. Ihr ältester Sohn Eilif wird hinterlistig für den Krieg geworben. Als er zwei Jahre später seiner Mutter wieder begegnet, fängt er eine Ohrfeige, weil er einen Orden für das Stehlen bei Bauern bekommen hat. Mutter Courage zieht mit einem Teil des finnischen Regiments weiter und gerät in Gefangenschaft. Ihr etwas dummer, aber ehrlicher Sohn Schweizerkas wird erschossen, weil er die ihm anvertraute Regimentskasse retten will und dabei erwischt wird. Auch alle Bemühungen  seiner Mutter können die Verurteilung und die Tötung nicht verhindern. Mutter Courage zieht weiter und erkennt, dass im Krieg der Handel aufblühen kann, man aber keine Gerechtigkeit erwarten darf. Als der Krieg für kurze Zeit aufhört, muss sie ihr Geschäft beenden. In der Friedenszeit wird auch ihr ältester Sohn wegen Plünderung im Krieg hingerichtet. Mutter Courage erfährt von dem Tod des Sohnes allerdings nichts.

Als sie weiter zieht, wird auch ihre stumme Tochter Kattrin getötet, weil sie die schlafende Stadt Halle vor dem Einzug der kaiserlichen Truppen mit Trommelschlägen weckte.

Mutter Courage zieht weiter und hofft auf ein Treffen mit ihrem Sohn Eilif.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

 

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1984 Slawomir Mrozek - Der Tango

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Im ersten Akt beherrscht die Elterngeneration das Geschehen und spiegelt das Ergebnis der Revolte gegen die bürgerlichen Konventionen wieder. Vater Stomil, der mit offenem Pyjama und Künstlermähne zu sehen ist, interessiert sich kaum dafür, dass seine Frau Eleonore ein Verhältnis mit dem scheinbar gutmütigen Naturburschen Edek hat. Dieselbe Konventionslosigkeit wie Eleonore hat die Großmutter Eugenia und die Nichte Ala. Onkel Eugen steht zwischen den Fronten und trägt zu den kurzen Hosen der Anarchie den Frack der alten bürgerlichen Ordnung. Nur Sohn Artur hasst das Chaos seiner Familie, die er sogar als Bordell bezeichnet, “ in dem nichts funktioniert, weil alles erlaubt ist, in dem es keine Regeln und keine Vergehen gibt.” Artur will dieses Chaos beenden und gewinnt Onkel Eugen als Verbündeten. Er möchte seine Cousine Ala in aller Form heiraten. Als diese aber bekennt, dass Edek ihr Geliebter ist, wird Artur vor Eifersucht rasend und Edek erschlägt ihn kurzerhand. Edek übernimmt die Macht und die Familie wehrt sich nicht. Auch Eugen weigert sich nicht, mit Edek einen Tango über Arturs Leiche hinweg zu tanzen.

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

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1983 Friedrich Dürrenmatt - König Johann

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Im Stück geht es um Johann, der nach seinem älteren Bruder Richard Löwenherz den Thron besteigt. Von seinem Vater Heinrich dem Zweiten nach einem missglückten Feldzug scherzhaft "Johann ohne Land" genannt, ist Johann sich nicht sicher, ob er eventuell seinem Neffen Arthur, dem Sohn seines ältesten Bruders, den Thron streitig gemacht hat. Johann findet Unterstützung beim französischen König Philipp. Beide Könige schlagen vor Anger eine unentschiedene Schlacht und schließen Frieden bei einer Hochzeit zwischen einer englischen Nichte und dem französischen Dauphin auf Kosten des kleinen Arthur. Da Johann zur Finanzierung des Krieges Kirchen und Klöster geschröpft hat, wird er vom Papst mit dem Kirchenbann belegt. Die Nachricht platzt mitten in die Versöhnungsmahlzeit hinein. Weil Philipp dem Bann entgehen will, wird der Friede wieder rückgängig gemacht. Es kommt zu einer neuen Schlacht, die ebenfalls wieder unentschieden endet. Johann zieht sich mit dem kostbaren Arthur, um den alles geht, nach England zurück. Arthur stürzt allerdings unglücklicherweise vom Burgturm.

Johann wird, nachdem er sich mit einer Canossa-Geste wieder mit Rom versöhnt hat,  nutzlos und grundlos von einem Dunkelmann ermordet.  

Ellen Rommel, Paul Wolff, Angelika Ehret (Seminarkurs 2001/02)

 

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